Sabine Schliephake

Aktuelles

Das Gehirn aktivieren und zum „Klingen“ bringen                 12.9.2017

Viele verschiedene Gedanken und Gefühle begleiten die Kinder und Jugendlichen zu Beginn des neuen Schuljahres:

Ob nun am ersten Schultag eher gute, gemischte oder ungute Gefühle im Vordergrund stehen – auf jeden Fall vollbringt das Gehirn stets Höchstleistungen und die Kinder und Jugendlichen schaffen während eines Schuljahres enorm viel.

Vergleichen könnte man das Gehirn mit einem Orchester, in dem alle Instrumente so zusammenspielen, dass ein wunderbarer Klang ertönt. Je besser und harmonischer das gemeinsame Zusammenspiel, desto gelungener das Ergebnis.
Damit die Gehirnareale noch besser zusammenarbeiten, sozusagen ein noch schönerer und vollerer „Klang erklingt“, gibt es in der Evolutionspädagogik verschiedene Übungen.

Einige Übungen, die das Zusammenspiel der linken und rechten Gehirnhälfte verbessern, sind Überkreuzübungen.
Dies können ganz einfache „Klatschspiele“ sein,
überkreuz boxen oder kicken,
Überkreuzbewegungen (linke Hand auf das rechte Knie, dann die rechte Hand auf das linke Knie, immer im Wechsel)
oder – wer es schwieriger möchte – mit Tüchern oder Bällen jonglieren.

Täglich ein paar Minuten können kleine Wunder bewirken.

Ein gutes Gelingen im neuen Schuljahr für Euch und Sie!

Interessantes zu Reflexen                                                         24.2.2017

Sogenannte frühkindliche Reflexe steuern verschiedene Bewegungen des ungeborenen Kindes.
Jeder dieser Reflexe hat eine besondere Aufgabe und ermöglicht es, dass ein bestimmter Bewegungsablauf automatisiert wird. Sind diese Bewegungsabläufe erlernt bzw. integriert, hat der entsprechende Reflex seine Aufgabe erfüllt und wird gehemmt.
Ein Beispiel für einen dieser frühkindlichen Reflexe ist der Palmar-Reflex, der das Greifen mit der Hand ermöglicht.
Es kann passieren, dass ein Reflex nicht oder nur teilweise gehemmt wird, d.h. er bleibt zum Teil aktiv. In der Folge können dadurch Schwierigkeiten und Probleme entstehen.
Am Beispiel des Palmar-Reflexes ist dies gut zu erklären. Bleibt der Palmar-Reflex weiterhin aktiv, können sich das feinere Greifen und die Feinmotorik der Hand nicht so gut entwickeln. Dies kann die Stifthaltung, das Schreiben oder das Schriftbild betreffen. Schreiben bedeutet dann sozusagen einen ständigen Kampf gegen die Grobmotorik zu führen, trotz Üben und Bemühen des Kindes.

Mit speziellen Übungen der Evolutionspädagogik kann ich Ihr Kind unterstützen und ihm helfen, die Entwicklung anzuschieben, so dass neue Bewegungsmuster sich stabilisieren und nicht mehr benötigte Reflexe ihre Aktivität verlieren.

Können positive Gefühle das Lernen beeinflussen?                    13.9.2016    

Ja unbedingt!
Neugierde, Vorfreude, Offenheit,
Begeisterung für ein Thema, das uns interessiert,
oder interessante Aspekte an einem Thema zu finden,
Freude, mit anderen oder alleine etwas zu erarbeiten,
Stolz, etwas geschafft zu haben und Mühsames durchgehalten zu haben,
Glücksgefühle und Zufriedenheit, wenn wir etwas verstanden haben -
all die guten Gefühle helfen uns, das Gelernte besser zu speichern und auch wieder besser abrufen zu können.

Denn gute Gefühle bewirken, dass andere Hormone ausgeschüttet werden als unter Stress. Diese Hormone sind eine wichtige Grundlage für erfolgreiches Lernen.
Und auch Bewegung bringt positive Gefühle zurück, aktiviert unseren Körper und unser Gehirn, hilft Stress und Negatives leichter loszulassen.
Zusätzlich: Viel trinken, genügend Pausen einbauen, in Etappen lernen, Kreativität und Spielfreude zum Lernen nutzen, mit allen Sinnen lernen, Lob für die Anstrengung und zum Schluss eine Belohnung.

Ihnen und Euch allen viel Kraft und gute Gefühle für ein erfolgreiches Schuljahr!

Warum fördert Bewegung das Lernen?                                  15.2.2016
Wie kann es sein, dass wir durch Bewegung für's Leben lernen?

Bewegung wird durch das Gehirn gesteuert, aber Bewegung aktiviert auch umgekehrt unterschiedliche Gehirnareale.
Wir kennen das, wenn wir bestimmte Bewegungsabläufe einüben, z.B. beim Radfahren. Die Bewegungen werden mit mehr Übung immer koordinierter und sicherer.
Welche Rolle spielt hierbei das Gehirn? Die Nervenzellen im Gehirn verknüpfen sich untereinander, es werden Synapsen und neue Bahnen gebildet und verschiedene Gehirnbereiche arbeiten besser zusammen. Diese Verbindungen und Bahnungen stabilisieren und festigen sich mehr und mehr.
Schon während unserer frühesten Wachstumsphase in der Schwangerschaft sind Bewegung und Entwicklung eng verknüpft und sie bleiben es auch. Bewegung ermöglicht mehr und stabilere Verbindungen im Gehirn und diese Verbindungen ermöglichen uns wiederum, dass wir unser Gehirn besser "nutzen" können, sei es für unsere körperliche Sicherheit, für's Lernen, für unsere soziale Kompetenz, für die Reifung unserer Persönlichkeit, also einfach gesagt: für's Leben.

So wünsche ich allen Kindern und Erwachsenen ein bewegtes, bewegendes, erfülltes und lebendiges Leben.

Links

http://www.institut-pp.com

Literatur

Kinesiologie für KinderKinesiologie für Kinder

Ludwig Koneberg und Silke Gramer-Rottler
ISBN-10: 383381392X
ISBN-13: 978-3833813924

Das bewegte GehirnDas bewegte Gehirn

Ludwig Koneberg und Silke Gramer-Rottler
ISBN-10: 3466306597
ISBN-13: 978-3466306503

Die sieben SicherheitenDie sieben Sicherheiten

Ludwig Koneberg und Silke Gramer-Rottler
ISBN-10: 3466307279
ISBN-13: 978-3466307272

Verkannte GeniesVerkannte Genies

Ludwig Koneberg und Silke Gramer-Rottler
ISBN-10: 3466308704
ISBN-13: 978-3466308705